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Manchesmal macht es sich auch der Much bequem... 
Manchesmal macht es sich auch der Much bequem...

Glück auf-Ein Streifzug durch Südtirols Bergbaugeschichte

27.07.2019

Glück auf-Ein Streifzug durch Südtirols Bergbaugeschichte

Nachdem bei dem schönen Wetter gerade wieder die Sehnsucht nach einer Bike-Transalp aufkam, entschied ich mich einen beeindruckenden Teil unserer Alpendurchquerung von 2014 zumindest in Stücken zu wiederholen. Seit meiner Jugend haben sich die Touren vom bayrischen MTB-und Transalp-Experten Achim Zahn ( http://www.seracjoe.de ) der für mich was das angeht eine Art väterliche Forbildfunktion einnimmt, zu einer Art sommerlicher Sucht entwickelt. So setze ich die Sucht heute fort... 

Gestartet bin ich beim P+R-Parkplatz an der A22 Anschlussstelle Sterzing (950 m NN) nach Mareit im Ridnauntal. Über einen Forstweg mit Schiebepassagen (weil dann kurzfristig in einen Wanderweg übergehend) über den Hof Bacher zum Bergwerkmuseum Ridnaun (1410 m NN). Von hier die Rampen rauf und auf einem weiten Forstweg zur Moarerbergalm (2010 m NN), bei der sich die Einkehr definitiv lohnt.  Von nun an heißt es knapp 700 Höhenmeter Rad tragen (immer dem Bergbauzeichen mit Schlägel und Eisen nach), bei der Hitze gestaltet sich das anfänglich etwas beschwerlich, aber kaum auf der Schneebergscharte (2690 m NN) angekommen, wird man für jede Strapaze entschädigt. Der Blick reicht weit, vor mir wunderschön liegend zeigt sich die Texelgruppe, davor malerisch mein nächstes Ziel-die Schneeberghütte (2355 m NN). Die Abfahrt gestaltet sich anfänglich wild, große Brocken, viel lockeres Gestein. Irgendwas bei S3, geht dann aber flowig in einen S1-S2-Trail über. Ich erreiche die Schneeberghütte, die sich heute, nachdem sie nach jahrelangem Leerstand unbewirtschaftet war, sehr gastfreundlich präsentiert und Lust auf Einkehr macht. Bis 1967 fand hier Bergbau statt und in der Siedlung namens St.Martin bauten die Knappen Erz, Silber, Blei, Kupfer und Zink ab. 1985 wurde der Betrieb in der hochalpinen Bergwelt eingestellt und nur noch die Überreste der Schienen, Wagons, Seilbahnen, etc und die Bergwerkmuseen zeigen, was hier verrichtet wurde.  Von hier starte ich weiter über einen Maultierweg zur Schneeberger Brücke, die auf der Timmelsjochstraße liegt-Flowige Abfahrt, kleine Mulden, Bäche und Haarnadelkurven gilt es zu queren. Moos in Passeier (1020 m NN) wird passiert, in St.Leonhard gönne ich mir Eis und Kaffee. Ab hier folgt die Auffahrt über die Jaufenpassstraße bis Walden. Über die Waldener Wiesen meide ich zum Teil die Passstraße. Da aber im Hintergrund Gewitterwolken aufziehen, entscheide ich mich die letzten 5 km zum Jaufenpass (2094 m NN) doch wieder auf der Straße zu pedalieren statt die Schiebe-und Tragepassage bis zur Römerkehre vorzunehmen. Oben angekommen führt die Abfahrt vom Sterzinger Jaufenhaus durch das Ober-und Mittertal im Jaufental über lässige S2-Trails zurück nach Sterzing.  Am Ende dieses wunderschönen Sommertages sind 3400 Höhenmeter und 85 km überwunden. Im Hintergrund über den Jaufen türmen sich hohe Gewitterwolken, von denen ich allerdings bis zum Erreichen des Autos verschont bleibe. Dankbar für diesen lässigen Tag trete ich die Heimreise an.

Lg Juliane

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